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London – Urban Hotspots

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London wandelt sich ständig. In der britischen Metropole finden sich einige der weltbesten Shoppingziele, Restaurants und Hotels. Autor Brian Noone, selbst Londoner, stellt für CONNECTION TO PARADISE vor, was derzeit die Herzen ihrer Bewohner höher schlagen lässt.

London ist ein jahrhundertealter kosmopolitischer Tummelplatz, der seinen ganz eigenen Charakter und Stil entwickeln konnte, der vielschichtiger und eigentümlicher ist als die unbeugsame Harmonie von Paris oder die schwungvollen Ausschweifungen Roms. Es ist eine Stadt, die dank ihres steten Wandels in ein und derselben Straße völlig unterschiedliche Erfahrungen ermöglicht.

London ist, mehr als andere Städte, ein Flickenteppich verschiedener Welten, die Seite an Seite fröhlich nebeneinanderleben – und sich dabei teilweise nie begegnen.

GUT UND STILVOLL GEBETTET

Unser Streifzug beginnt bei Kit Kemp. Die Designerin gilt als Londons führende Stylistin. Mit ihrem Mann Tim betreibt sie das Unternehmen Firmdale, dessen Boutique-Hotels an acht verschiedenen Standorten in der Stadt mit ungemein originellen Zimmern aufwarten. Sämtliche Designs stammen von Kit Kemp persönlich. Ham Yard, das neueste Projekt der Kemps, ist zugleich ihr bislang ambitioniertestes Unterfangen. Etwas westlich des Ham Yard liegt das May Fair Hotel, eine schicke Unterkunft im großen Stil, das seinen Namen von dem ihn umgebenden Mayfair hat. Kenner, die eine kleinere Unterkunft im Familienbetrieb bevorzugen, lieben The Arch, etwas nördlich, mit bezaubernden Zimmern und einem freundlichen Ambiente. Demgegenüber entzückt das kürzlich eröffnete Zetter Townhouse Marylebone, eine Schwester des beliebten Clerkenwell, mit seinen nur 24 Zimmern sowie dem besonders verlockenden Dach-Apartment mit Badewanne im Freien.

 

MARYLEBONE, DAS MODISCHE HERZ VON LONDON

Die viktorianischen Gassen in der Umgebung des Zetter Townhouse Marylebone gehören zu den derzeit angesagtesten Straßen Londons. In der gleichnamigen Boutique der Designerin Margaret Howell finden die Besucher legere Mode für sie und ihn.
Ein paar Meter weiter ist man dem Trend mit den Schuhen von Tracey Neuls stets einen Schritt voraus.
In Chelsea ballt sich die boomende Design-Szene Londons. Entlang der King’s Road, der Hauptachse des Bezirks, haben sich Dutzende Unternehmen auf Designs aller Art spezialisiert. Auf dem London Design Festival werden sie alljährlich im September in diesem Status bestätigt.
Die jungen Kreativen der Stadt hat es in den Londoner Osten gezogen, wo sie vor allem im hippen Shoreditch zu finden sind. Die coole Redchurch Street bildet das Zentrum der Szene. Hier haben sich das Shoreditch House, das Boundary Hotel mit seiner angesagten Dachterrasse sowie brandaktuelle Modeboutiquen wie APC und Hostem angesiedelt.

 

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GASTRONOMIE: BESSER ALS IHR RUF

Bis vor nicht allzu langer Zeit war Londons mäßiger gastronomischer Ruf noch vollauf berechtigt. Doch der kosmopolitische Zustrom wirkte Wunder in der kulinarischen Szene, verwandelte die Stadt in eine globale Metropole und ermutigte die Küchenchefs zu Experimenten mit lokalen Produkten – die mehr bieten, als man erwartet. Im Hawksmoor, das außer in Shoreditch auch an verschiedenen anderen Locations vertreten ist, wird die Steakzubereitung zelebriert. Eine umfangreiche Weinliste ergänzt die Speisekarte. Der viktorianische Fleischmarkt in Smithfield ist bis auf den heutigen Tag in Betrieb. Das nur einen Steinwurf davon entfernte St. John leistete vor 20 Jahren Pionierarbeit und ist auch heute noch außergewöhnlich gut. Das prachtvolle Somerset House an der Themse beherbergt neben dem Courtauld Institute of Art auch das weiträumige Restaurant Spring, in dem Skye Gyngell wundervolle saisonale Küche auftischt. Beste peruanische Gerichte werden im Ceviche in Soho und Shoreditch kredenzt.

 

 

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Legerer lässt es sich mitten in Kensington Gardens direkt neben dem Hyde Park speisen. Das Magazine ist zwar an die Serpentine Sackler Gallery angeschlossen, aber für sich selbst bereits einen Besuch wert, weil das Gebäude von Zaha Hadid entworfen wurde. Das Makers Café begeistert mit einem gänzlich anderen Erlebnis: Der Möglichkeit, sich bei einem Kaffee seine eigenen 3-D-Drucke anfertigen zu lassen.
Die spätabendliche Cocktail-Kultur ist präsenter denn je. Die Barkeeper und Betreiber kreieren überraschende Cocktails und schaffen verblüffende Räume. The Connaught Bar, ein Juwel des Art déco im gleichnamigen Hotel, wird regelmäßig unter den Besten der Welt gelistet – und das mit gutem Grund: Wer Barchef Ago Perrone vertraut, wird nicht enttäuscht. Mr. Fogg’s Residence, ebenfalls in Mayfair, wurde nach dem Wohnort des Helden aus Jules Vernes Roman „Reise um die Erde in 80 Tagen“ benannt. Der Stilmix des Raums passt mit seinem erhabenen Ambiente vorzüglich zu den Cocktails.

Die Bar Topolski in South Bank tritt verhaltener auf: Der schicke Raum, in dem einst das Selbstbildnis des Künstlers Feliks Toposki hing, integriert die Kunst des polnischen Einwanderers und heimste bereits mehrere Design-Preise ein. Die britische Spirituose der Wahl ist jedoch Whisky – und in dieser Hinsicht gibt es nirgendwo besseren als im Milroy’s.

Das jahrzehntealte Geschäft in Soho feierte kürzlich zusammen mit The Vault, einer Whisky-Bar im Keller, seine Wiedereröffnung.

Sollte The Vault Ihnen nicht versteckt genug sein, versuchen Sie es mit der Lamb’s Conduit Street, einer sehr ruhigen, sehr hippen Straße, die man im akademisch angehauchten Bloomsbury so nicht vermuten würde. Die Straße ist eigentlich nur Einwohnern des Viertels bekannt, beherbergt aber Designer wie Darkroom und Pentreath and Hall, Susannah Hunter und ihre meisterhaften Lederprodukte, die elegante feministische Buchhandlung Persephone sowie Modegeschäfte wie Folk, Oliver Spencer und das vornehme Private White VC. Das moderne italienische Restaurant Cigala bietet exzellenten Lunch, und die geräumige, familienbetriebene Weinbar Vats hat ihren unverkennbar eigenen Charme entwickelt – genau wie die Stadt selbst.

 

Was ist Ihr Lieblingsplatz in London? Verraten Sie es uns in den Kommentaren!

 

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Melanie Retzlaff

Melanie Retzlaff ist Internet Marketing Expertin und Bloggerin aus Leidenschaft. Sie zeigt, wie man mit Content Marketing auf sich aufmerkam macht, ohne dabei nervig oder langweilig sein zu müssen. Für DESIGNREISEN schreibt Sie regelmäßig über Luxus, Reisen und die Kunst, das Leben voll auszukosten.

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